Pandorama

Des Nachts

Ich liege auf der Lauer
Im Dunkeln
Einsam
Und höre die Gezeiten
Die vergänglichen
Des Nachts

Zwei kalte klare Augen
Beobachten
Das Opfer
Ich höre die Geräusche
Und Rieche ihn
Den Schweiß

Ich bin ganz unbeweglich
Und bringe doch
Den Tod
Erwarte die Gelegenheit
Wie kalt sind doch
Die Augen

Panik faßt das Opfer
Es flieht nun
In Angst
Schon breche ich hevor
Beschleunige
Den Schritt

Ganz kurz nur ist die Jagd
Dann endlich kann ich
Töten
Ich schlage meine Fänge
In die Muskeln
Des Halses

So zerbrechlich ist das Tier
Schläft gerade ein
Ist tot
Die Vene ist zerrissen
Und überall
Ist Blut

Ich weide aus, was warm ist
Schlucke schnell
Die Brocken
Zersplittere die Knochen
Und verschlinge dann
Auch sie

Der Magen ist zu voll
Die Fülle läßt mich
Brechen

(Datum unbekannt, früher als 2001)