Pandorama

Kuriositätenkabinett

Auf dieser Seite möchte ich nach und nach ein paar Kuriositäten sammeln - Informationen, die zwar keine Geheimnisse sind, aber möglicherweise weitgehend unbekannt. Wer mehr über die in den einzelnen Beiträgen erwähnten Sachverhalte erfahren möchte, möge bitte Google bemühen.

Tutanchamun aus der Geschichte getilgt


Aus irgendeinem Grund zerstörten die Nachfolger des ägyptischen Pharaos alle Hinweise auf den jungen Regenten, entfernten seinen Namen aus den Königslisten und allen Denkmälern. Nur sein Grab selbst entging der Zerstörung, "da es", laut Wikipedia, "zum Zeitpunkt der Ächtung bereits von dem Abraum eines anderen Grabes verschüttet gewesen war."
Das Schicksal von Tutanchamun ist kein Einzelfall - tatsächlich wurde für ähnliche Begebenheiten der Begriff "Damnatio memoriae" geschaffen.

Das Gehirn aus der Nase ziehen


Meine Schnellrecherche zum Thema Tutanchamun ergab noch ein interessantes Detail: Weil das Gehirn sich genau wie die anderen inneren Organe bei der Verwesung zersetzt, laufen in diesem Prozess Teile davon normalerweise durch das Hinterhauptloch aus dem Schädel heraus, wobei eine braune Masse im Schädel zurückbleibt. Um dem vorzubeugen, wurde den Mumien im Alten Ägypten vor der Einbalsamierung das Gehirn mit einem langen Haken aus der Nase herausgezogen. Was sich nach einer Unmöglichkeit anhört, wurde nach dem Völkerkundler und Historiker Herodot durch die Verquirlung des Gehirns bei einsetzender Verwesung erreicht. Das Gehirn floss dann unter vorsichtiger Zuhilfenahme des Hakens aus der Nase heraus, woraufhin der Schädel mit dünnflüssigem, heißem Salböl gefüllt wurde. Die Einbalsamierung selbst dauerte aus astronomisch-religiösen Gründen 70 Tage.

Die Seescheide frisst ihr Gehirn


Wo wir schon mal beim Thema Gehirn sind: Die Seescheide, ein wirbelloses Manteltier, besitzt im Larvenstadium ein solches, das ihr bei der Fortbewegung hilft. Das erwachsene Tier jedoch setzt sich irgendwann an einem Felsen ab und wird sesshaft, mit der Konsequenz, dass das Gehirn überflüssig wird. Aus Gründen der Energie-Rückgewinnung verdaut das Tier dann sein eigenes Gehirn.

Unterwäsche verglüht in der Atmosphäre


Weil es im All in der Regel keine Möglichkeit gibt, Wäsche zu waschen, wird diese nach Gebrauch in Kapseln verpackt und zur Erde zurückgeschickt, wo sie (der Traum jeder Unterhose) ganz spektakulär verglüht.
Eine Ausnahme bildet die Spezialunterwäsche "J-Wear", die der japanische Astronaut Koichi Wakata im Juli 2009 an Bord der ISS einen Monat lang testete, ohne sie zu wechseln. Das Set bestand aus Unterhemd, Unterhose und Socken aus antibakteriellem, Feuchtigkeit absorbierendem Gewebe wurde Anfang August zusammen mit Wakata selbst mit der Raumfähre "Endeavour" zurück zur Erde gesendet. Seine Mitbewohner haben sich nie beschwert.